Marx

zusammen mit Martin Nonhoff

Sommersemester 2018 Seminarplan MA Politikwissenschaft Mittwochs, 16-18 Uhr Sport-Turm C4180

Karl Marx ist unbestreitbar einer der wirkmächtigsten politischen Theoretiker. Damit allerdings beginnt schon der Streit, denn war Marx politischer Theoretiker? War er nicht in erster Linie Ökonom, Philosoph – oder Revolutionär? Hinter diesen Fragen verstecken sich ganz unterschiedliche Interpretationen von Marx’ Schriften. Wir wollen im Seminar einen Schwerpunkt auf das politische Denken von Marx legen, das sich freilich weder von seiner ökonomischen Theorie noch von seinen philosophischen Grundlagen abtrennen lässt. Zugleich soll das Seminar als Einführung dienen. Wir diskutieren daher Texte aus allen Schaffensperioden von Marx: von der frühen Schrift Zur Judenfrage (1843) und den erst lange nach seinem Tod bekannt gewordenen Ökonomisch-philosophischen Manuskripten (1844) bis zum ersten Band von Das Kapital (1867). Aber eben weil Marx’ so brillant wie schwierig schreibt, müssen seine Texte interpretiert werden. Deshalb werden immer wieder frühe ebenso wie aktuelle Deutungen von Marx mitberücksichtigen – denn erst der Streit um die Aneignung von Marx macht diesen 200 Jahre nach seiner Geburt zu einem aktuellen Denker.

Literatur zur Vorbereitung

Hobsbawm, Eric J. (2012 [2011]): Wie man die Welt verändert. Über Marx und den Marxismus. Übersetzt von Andreas Wirthensohn und Thomas Atzert. München: Hanser.

Jaeggi, Rahel und Daniel Loick (Hrsg.) (2013): Nach Marx. Philosophie, Kritik, Praxis. Berlin: Suhrkamp.

Marx, Karl (1961 [1859]): Zur Kritik der Politischen Ökonomie. MEW, Band 13. Berlin: Dietz.

Sieferle, Rolf Peter (2011 [2007]): Karl Marx zur Einführung. 2. Aufl. Hamburg: Junius.